MALELU Planer · Fortbestand

Fortbestehensprognose, Planung und Frühwarnung — für AT, DE, CH

Fortbestand rechnet aus Ihren Ist-Zahlen eine integrierte Planung über drei Jahre und einen Liquiditätsplan über 13 Monate, prüft die Kennzahlen nach dem Recht Ihres Landes und erstellt daraus den Bericht, den Bank, Steuerberater und Geschäftsführung brauchen. Annahmen, Maßnahmen und das Prognoseurteil bleiben bei Ihnen.

Ohne Zahlungsdaten. Danach 49 €, 149 € oder 390 € pro Monat, monatlich kündbar (Umsatzsteuer: siehe Kasse und Rechnung). Kein Rechtsrat, keine Bescheinigung — ein Werkzeug für Geschäftsleitung und Berater.

Was Sie davon haben

Sie sehen früh, wo es eng wird

Ampeln nach dem Recht Ihres Landes: Eigenmittelquote und fiktive Schuldentilgungsdauer (AT), Fortführungsprognose über zwölf Monate (DE), Kapitalverlust und Überschuldung (CH). Ein Fristen-Zähler läuft ab dem Tag, an dem ein Anlass eintritt.

Sie planen integriert, nicht in drei Tabellen

GuV, Cashflow und Bilanz hängen zusammen; die Bilanz geht auf (Bilanzprobe = 0). Drei Jahre Planung, 13 Monate Liquidität, Szenarien Basis, Worst und Best auf Knopfdruck.

Sie belegen jede Maßnahme

Katalog mit 53 Bausteinen in neun Gruppen, von Kosten über Working Capital bis Gesellschafterbeitrag. Jede Maßnahme trägt einen Zusagenstatus (geplant, überwiegend wahrscheinlich, rechtsverbindlich) und einen Nachweis. Die Rechnung „belegt“ ohne unsichere Maßnahmen steht immer neben „alle“.

Sie liefern ein Dokument, das ein Dritter nachvollziehen kann

Bericht in der Gliederung des Leitfadens Fortbestehensprognose 2016, Bankdossier mit EBA-Kennzahlen, Maßnahmenplan, Beschlussvorlage und Excel-Export. Jede Fassung mit Versionsnummer, Prüfsumme, Freigabe-Protokoll, Disclaimer und KI-Kennzeichnung.

Für wen Fortbestand gedacht ist

GmbH, AG, GmbH & Co KG

0,3 bis 15 Mio. € Umsatz. Auslöser sind meist ein negatives Eigenkapital im Abschlussentwurf, ein Bankgespräch oder der Hinweis des Steuerberaters.

Einzelunternehmen und EPU

Budget und Liquidität für Bank oder Förderantrag. Die Prognose-Bausteine sind optional; der Planer arbeitet auch ohne sie.

Steuerberater und Unternehmensberater

Mehrere Mandanten in einer Organisation, Berater-Rolle mit Schreibrecht, Gate-Protokoll und Audit-Log als Nachweis der Sorgfalt (Tarif Business).

Banken und Firmenkundenbetreuer

Nicht als Nutzer, sondern als Empfänger: Das Bankdossier orientiert sich an den Kennzahlen der EBA-Leitlinien für Kreditvergabe und Überwachung (EBA/GL/2020/06), die sich an Banken richten — Verschuldung, Zinsdeckung, Kapitaldienst, Liquidität.

Wie es läuft

Daten → Planung → Maßnahmen → Gates → Bericht. Der Rechenkern arbeitet deterministisch; jede Entscheidung bestätigt ein Mensch.

  1. Schritt 1

    Daten

    Bilanz und GuV des Vorjahres plus laufendes Jahr — von Hand, als Saldenliste (BMD, RZL, DATEV), als Bank-CSV oder aus Fibuly. Ein Mapping-Vorschlag ordnet Konten den Kontengruppen zu.

  2. Schritt 2

    Planung

    Annahmenblatt mit Begründungspflicht je Annahme. Daraus Plan-GuV, Cashflow und Bilanz für drei Jahre, Liquidität für 13 Monate, Szenarien.

  3. Schritt 3

    Maßnahmen

    Aus dem Katalog wählen, Wirkung sofort in Plan und Liquidität sehen, Zusagenstatus und Nachweis hinterlegen (Kreditzusage, Rangrücktrittserklärung, Gesellschafterbeschluss).

  4. Schritt 4

    Gates

    Fünf Bestätigungen, die nie automatisch passieren: Annahmen, Maßnahmen, Zusagenstatus „rechtsverbindlich“, Prognoseurteil, Freigabe. Jede mit Name, Zeit und Protokoll.

  5. Schritt 5

    Bericht

    Bericht, Bankdossier, Maßnahmenplan, Beschlussvorlage und Excel — versioniert, mit Prüfsumme, Disclaimer und KI-Kennzeichnung. Freigabe erst nach dem letzten Gate.

Drei Länder, ein Werkzeug

Die Ampeln, Fristen und Berichtsgliederungen folgen dem Recht des gewählten Landes. Kurzfassung mit Quellen (Stand September 2026, Abruf 08.09.2026); ausführlich auf den Wissensseiten.

Österreich

  • Überschuldung nach § 67 IO liegt vor, wenn die Schulden das Vermögen übersteigen und keine positive Fortbestehensprognose besteht (zweistufige Prüfung nach der Rechtsprechung des OGH).
  • Antrag ohne schuldhaftes Zögern, spätestens 60 Tage nach Eintritt (§ 69 IO).
  • Vermutung des Reorganisationsbedarfs bei Eigenmittelquote unter 8 % und fiktiver Schuldentilgungsdauer über 15 Jahren (§ 22 URG).
  • Methode: Leitfaden Fortbestehensprognose 2016 — Primärprognose zwölf Monate, Sekundärprognose zwei bis drei Jahre, Maßstab „überwiegend wahrscheinlich“ (mehr als 50 %).

Quellen: § 67 IO · § 69 IO · § 22 URG · Leitfaden 2016 (PDF) (Abruf 08.09.2026)

Deutschland

  • Überschuldung nach § 19 Abs. 2 InsO — es sei denn, die Fortführung in den nächsten zwölf Monaten ist überwiegend wahrscheinlich.
  • Drohende Zahlungsunfähigkeit nach § 18 InsO mit einem Prognosezeitraum von in aller Regel 24 Monaten.
  • Antragspflicht nach § 15a InsO: ohne schuldhaftes Zögern, spätestens drei Wochen nach Zahlungsunfähigkeit und sechs Wochen nach Überschuldung.
  • § 1 StaRUG: Die Geschäftsleitung wacht fortlaufend über bestandsgefährdende Entwicklungen.

Quellen: § 19 InsO · § 18 InsO · § 15a InsO · § 1 StaRUG (Abruf 08.09.2026)

Schweiz

  • Art. 725 OR: Der Verwaltungsrat überwacht die Zahlungsfähigkeit und ergreift bei drohender Zahlungsunfähigkeit Massnahmen.
  • Art. 725a OR Kapitalverlust: Die Aktiven abzüglich Verbindlichkeiten decken nicht mehr die Hälfte von Aktienkapital und gesetzlichen Reserven.
  • Art. 725b OR Überschuldung: Zwischenabschlüsse zu Fortführungs- und Veräusserungswerten, Benachrichtigung des Gerichts — ausser bei Rangrücktritt oder begründeter Aussicht auf Behebung binnen 90 Tagen nach Vorliegen der geprüften Zwischenabschlüsse.
  • Liquiditätsplan sechs Monate, zwölf Monate bei ordentlicher Revisionspflicht (Praxis nach Botschaft zur Aktienrechtsrevision, nicht Gesetzestext).

Quellen: Art. 725–725b OR (SR 220, Fedlex) (Abruf 08.09.2026)

Hinweis: Das ist keine Rechtsberatung. Ob und wann ein Antrag zu stellen ist, klären Sie mit Rechtsanwalt oder Steuerberater.

Preise

Drei Tarife, monatlich kündbar. 14 Tage Testphase ohne Zahlungsdaten mit dem Umfang von Pro — einmal je Konto.

Basis

49 € / Monat

1 Firma · Cockpit · Planung · Bericht als Entwurf

Einzelheiten

Pro

149 € / Monat

3 Firmen · alle Dokumente freigegeben · Bankdossier · KI-Vorschläge

Einzelheiten

Business

390 € / Monat

10 Firmen · Berater-Mandanten · Kanzlei-Rolle

Einzelheiten

Alle Preise in Euro pro Monat, monatlich kündbar, Abrechnung über Stripe. Ob und in welcher Höhe Umsatzsteuer ausgewiesen wird, zeigen die Stripe-Kasse und die Rechnung (AGB § 4).

Passt dazu

Fortbestehensprognose-Kit — 149 € einmalig

Excel nach dem Leitfaden 2016, Berichtsvorlage und Guide für den Einzelfall ohne Software-Abo. Wer mit dem Kit beginnt, kann die Annahmen später in Fortbestand übernehmen.

Zum Kit auf malelu.io

Fibuly — Buchhaltung für EPU

Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und Jahresplaner für Einzelunternehmen. Fortbestand liest die Zahlen aus Fibuly als Datenquelle ein — ohne Tipparbeit.

Zu Fibuly

Fragen, die vor dem Start kommen

Ist das Rechtsberatung?

Nein. Fortbestand ist ein Planungs- und Dokumentationswerkzeug. Ob ein Insolvenzgrund vorliegt, ob ein Rangrücktritt wirksam formuliert ist oder ob ein Antrag zu stellen ist, klären Sie mit Rechtsanwalt oder Steuerberater. Das Werkzeug zeigt Befunde, Fristen und Kennzahlen mit Quelle — es trifft keine Aussage über Rechtsfolgen.

Ersetzt das den Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer?

Nein, es bereitet vor. Fortbestand liefert Planrechnung, Annahmenblatt, Maßnahmenplan und den Bericht in der Gliederung, mit der Berater und Banken arbeiten. Eine Bescheinigung oder ein Prüfungsurteil gibt nur der Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater. Die Verantwortung für Prognose, Fristen und Antrag bleibt bei der Geschäftsleitung.

Welche Länder?

Österreich, Deutschland und die Schweiz. Sie wählen das Land der Organisation; Kennzahlen, Fristen, Steuersätze und die Berichtsgliederung folgen dem jeweiligen Recht. Währung Euro oder Schweizer Franken. Jede Rechtsregel im Werkzeug nennt ihre Quelle und das Abrufdatum.

Wer sieht meine Daten?

Nur Mitglieder Ihrer Organisation (Rollen: Inhaber, Geschäftsführung, Berater, Leser). Die Daten liegen bei Supabase in der EU-Region Frankfurt (eu-central-1); der Zugriff ist auf Datenbankebene je Zeile abgesichert (Row Level Security), Dokumente liegen in einem privaten Speicher mit zeitlich begrenzten Links. Die Abrechnung läuft über Stripe. KI-Vorschläge erhalten aggregierte Zahlen, keine Namen von Mitarbeitern. Vertragspartner für Datenbank und Anmeldung ist Supabase Pte. Ltd. (Singapur; Muttergesellschaft Supabase Inc., USA), das Hosting läuft bei Amazon Web Services in Frankfurt; die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung und im AV-Vertrag.

Was passiert nach der Testphase?

Nach 14 Tagen endet die Testphase von selbst — keine Kündigung nötig, keine Zahlungsdaten hinterlegt. Die Organisation bleibt 90 Tage lesbar und exportierbar; wählen Sie in dieser Zeit keinen Tarif, löscht MALELU sie samt Daten (AGB § 3). Mit einem Tarif geht es dort weiter, wo Sie aufgehört haben. Die Testphase gilt einmal je Nutzerkonto.

Rechnet hier eine KI?

Nein. Der Rechenkern ist deterministisch: gleiche Eingaben, gleiche Ergebnisse, im Excel-Export nachrechenbar. Ein KI-System schlägt auf Wunsch Annahmen, Maßnahmen oder Berichtstext vor; jeder Vorschlag ist gekennzeichnet (Art. 50 KI-VO) und wird erst wirksam, wenn Sie ihn bestätigen. Ohne KI-Schlüssel bleibt die Funktion ausgeblendet.

Was kostet eine Fortbestehensprognose beim Berater?

Belegte Spannen: In Österreich 5 bis 30 Beratertage zu 1.400 bis 2.000 € zuzüglich Umsatzsteuer je Tag — Quelle: solvent.at/insolvenzrecht/fortbestehensprognose/ (Stand 11.07.2023, Abruf 15.09.2026). Für Deutschland nennt fortfuehrungsprognose24.de/idw-s6/idw-s6-gutachten-kosten/ (ohne Datum, Abruf 15.09.2026) 15.000 bis 20.000 € — allerdings für ein IDW-S6-Sanierungsgutachten, das mehr umfasst als eine Fortführungsprognose nach IDW S 11; eine Spanne speziell für IDW-S11-Prognosen nennt die Quelle nicht. Fortbestand übernimmt Datenaufbereitung, Planrechnung und Dokument — die Beratung selbst ersetzt es nicht.

Kann ich kündigen?

Ja, monatlich. Die Kündigung gilt zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats; eine E-Mail an office@malelu.io genügt. Danach bleibt die Organisation 30 Tage lesbar und exportierbar; dann löscht MALELU die Daten, soweit keine Aufbewahrungspflicht besteht (AGB § 5).